Stoltefamilie
Stoltefamilie/Familie von Werder
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Werder (Kuno v. Werder)

Das Leben des Kuno Ludwig von Werder mit seiner Ehefrau Christina Sophia von Broesigte.

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von Rauchhaupt

Verheiratet am 27.10.1699 auf Kammer

Christina Sophia von Broesigte

* 19.21.1681 auf Kammer

+18.9.1747 auf Kade

  

Kuno Ludwig von Werder


* 8.11.1655 auf Kade

 +3.9.1736 auf KIade

Herr auf den Gütern Kade und Belicke,Rogäsen und Biribi/Klus.


  

Standorte der Familiengüter

Aus der Werder`schen Familienchronik

Kuno (IV.) Ludwig, der vierte Sohn des am 6. Juni 1680 gestorbenen Moritz (I.), geboren den 8. November 1655 in Kade, Erbherr auf Kade und Belicke und Rogäsen. Im Jahre 1689, also im Alter von 33 Jahren, trat er in kurbrandenburgische Dienste, offenbar aus Ergebenheit zur inzwischen (1680) zur Regierung gelangte neue Landesherrschaft —die Hohenzollern—, um mit dem brandenburgischen Reichskontigent den seit 1688 wieder ausgebrochenen Krieg gegen Frankreich mitzumachen. Er diente im Regiment Anhalt zu Ross, bei dem er im Jahre 1691 als Kornett seinen Abschied nahm. Aus diesem Anlass empfing er das nachstehende ehrenvolle Zeugnis:  


"Abschied des Cornett Kuno Ludwig von Werder aus dem Anhaltschen Regiment zu Ross. Museik (Muslik) (in den Niederlanden), den 16. März 1691.


Ihre Churfürstliche Durchlaucht zu Brandenburg, des Hochfürstlich Anhaltschen Regiments zu Roß bestallter Oberster und Hauptmann zu Egeln Carl Friedrich Schlippenbach, Graf zu Schöffeln, Freiherr von Lurela, Herr zu Salingen usw. Urkunde und bekenne hiermit. Demnach das Hochedelgeborene und Mannveste Cuno Ludwig von Werder aus Thade unter dem Hochfürstlich Anhaltschen mir anvertrauten Regiment, und zwar bei des Herrn Oberst-Liuetnent von Schierstäts Companie sowohl als auch des Herrn Rittmeister de Preterse (Pieterse) Companie, 24 Monathe für ein Cornett gedient, auch in währender Zeit sich in fortanen seinen Diensten also wohl verhalten, daß ich und meine nachgesetzten Offiziere ein Genüge daran gehabt, auch wohl sehen mögen, daß er sein weiteres Avanzement beim Regiment abgewartet hätte. Als aber demselben gefallen, um seine Demission anzuhalten, so habe ihm solche nebst einem schriftlichen Gezeugniß seines guten Verhaltens hiermit ertheilen wollen. Wie ich dann diesemnächst alle hohe und niedrige Kriegs-Offiziere respektive dienst- und freundlich ersuche, sich obbemeldeten Herrn Cornett von Werder zu weiterer Beförderung recommandiert sein zu lassen, welches in dergleichen Fällen erwidere.


Urkundlich meine eigene Hand und Pettschaft.

Museik (Muslik), den 16. März 1691.


(L.S.) 

Graf Schlippenbach."

  

Kuno (IV.) Ludwig, der in Kade seinen Wohnsitz hatte, verkaufte zusammen mit seinen Brüdern am 10. November 1704 die gemeinschaftlichen Ansprüche auf den vierten Teil von Gut Sydow an die minderjährigen Gebrüder Christoph Bernard und Hans Christoph von Katte auf Gut Neuenklitsche für 4000 Taler. trotz der bereits unter dem 26., November 1623 vorgenommenen Veräusserung dieses Gutsanteils an Busso von Britzke auf Viesen, müssen also noch gewisse werdersche Ansprüche dort bestanden haben oder wieder zurück erworben worden sein. Am 28. Dezember 1728 tätigte Kuno (VI.) Ludwig als Senior und Testamentsvollstrecker der Hans-Christoph-Stiftung den Wiederkauf des sogenannten Wagnerschen Gutes zu Kade. Auch an dieser Stelle vermehrte er den Werderschen Grundbesitz, nämlich durch Ankauf des bei der Stadt Burg (Kreis Jerichow) gelegenes Gütschen Biribi, oder die Klus genannt, das er, anscheinend kurz vor seinem Tode, vom Generalmajor Grafen Truchfeß von Waldburg erwarb.

Kuno (IV.) Ludwig hatte sich den 27. Oktober 1699, also schon fast 44jährig, in Kammer mit der am 19. Februar 1681 ebenda geborenen, mithin erst 18 Jahre alten Christiana Sophia von Broesigte aus den Hause Kammer (Tochter des verstorbenen Maximilian von Broesigte auf Breitenfeld, Badegast, Kammer, Grebs, Domherr zu Brandenburg, und der Martha Elisabeth von Broesigte aus dem Hause Kammer) vermählt. Kuno (IV.) Ludwig schied zu Kade den 3. September 1736, 80 Jahre alt, an einem Schlagfluß. Seine Gattin folgte ihm am 28. September 1747 ebendort infolge Dysenterie in den Tod. Beide wurden in Kade beigesetzt. Ihre Grabsteine stehen jetzt beiderseits des Nordeingangs der Kader Kirche.

 



Aus der Ehe gingen hervor drei Söhne:

Maximilian Moritz

Johann (XXII.) Friedrich Ludwig

Marquard (I.) Ludwig,

und vier Töchter:

Elisabeth Sophia

Charlotte Tugendreich

Christiane Sophie


  

Bildergalerie

    Luftaufnahme Kade 2015

 Gutshaus Kade um 2015 

Gutshaus Kade um 1900        

Gutshaus Belicke um 1900        

Grabsteine des

Kuno (VI.) Ludwig von Werder —links—, Christiana Sophia von Broesigte —rechts— an der Kader Kirche       

Kirche in Kade

Der 1494 gestorbene Hans von Werder stiftete den heute als wertvollstes Inventarstück geltenden Altaraufsatz. Die beiden von 1667 stammenden Glocken der Kader Kirche wurden von Wolf von Werder gestiftet. Von 1758 bis 1860 nutzten die Werder`s die Gruft der Kader Kirche als Begräbnisstätte.       

Gutshaus Rogäsen um 1750        

Gutshaus Rogäsen um 2015      

Letztes werder´sches Gerichtssiegel        

Die Familiengeschichte zu den Gütern Kade und Belicke:

Heidenreich von Werder, gestorben am 30. November 1550, verh. mit Sophie von Britzke und Ilse von Brüssenik. Er hatte 12 Kinder.

Im Lehnbuch des Erzbischofs Friedrich III. von 1445-1464 heisst es: „Heidenreich und alle anderen von dem Werder haben empfangen insgesamt zu einem menschlichen Lehen vom Erzbischof Friedrich..., Heinrich und Heise von Bardeleben haben 6 Hufe zu Belicke und Buchholz mit Zubehör und Kade. Das ist die erste Erwähnung Kade's. Heidenreich von Werder, gestorben am 30. November 1550, verh. mit Sophie von Britzke und Ilse von Brüssenik. Er hatte 12 Kinder.


Bestimmenden Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinde Kade hatte die Familie von Werder. Auf Betreiben Hans IV. von Werder wurden Mitte der achtziger Jahre des 15. Jahrhunderts die Güter Buchholz, Belicke und Kade wirtschaftlich vereint.


Das Herrenhaus ist Ende des 18. Jahrhunderts als schlichter barocker Putzbau erbaut worden. An gleicher Stelle ist vorher schon ein Herrensitz, wenn auch einfacher Art gewesen, der zweimal, 1673 und 1781, nieder brannte. Das Gutshauses, das als zweigeschossiger rechteckiger Bau von 7 Achsen mit Walmdach errichtet wurde, hatte in zwei Stockwerken einen Saal, sechs Stuben, neun Kammern, Küche, Keller und Bodenraum. Auf den Eingangspfeilern befanden sich Initialenvasen mit den Initialen A. u. v. W., das heisst Auguste von Werder.


1799 war das Herrenhaus ist im Besitz des Generalmajors Friedrich Wilhelm IV. von Werder (26.08.1747 - 24.11.1820) (Enkel von Kuno Ludwig von Werder sh. oben) und Bruder von Friedrich (III.) Moritz Ludwig von Werder, der uns in der übernächsten Generation begegnet) der das Gut Kade mit

 Belicke in diesem Jahr aus der väterliche Lehnsverlassenschaft bekam. Durch seinen ständigen Militärdienst war das Gut vernachlässigt, durch Pächter heruntergewirtschaftet und durch die nachfolgende französische Besatzung war großer Schaden entstanden. Außerdem betrieb die zweite Frau von Fr. Wilhelm, Elisabeth Bahrdt, die Allodifikation der Lehnsgüter, um sie zu Gunsten ihrer eigenen Kinder verkaufen zu können. Der Verkauf erfolgte im Jahre 1812, noch vor der Zustimmung durch den Lehnsherrn.


1812 kaufte Johann Karl Sigismund von Treskow aus Friedrichsfelde bei Berlin Gut Kade. Der Kaufpreis betrug 67.000 Taler. Er stammte aus Dwinsk im Großherzogtum Posen und war ein Verwandter derer von Werder. Er lebte meist auf einem seiner anderen Güter und ließ die Familie von Werder weiter im Haus wohnen . Bei ihnen lebte auch eine Frau von Wedemeier, die eine geborene von Werder war.


1815 Der Lehnsherr Karl Johann Friedrich Edler von Plotho entsagte am 15.08.1815 seinem Obereigentumsrecht an Kade.


1819 begann von Treskow das Rittergut Kade durch Verkauf und Übergabe in Erbpacht aufzuteilen.


1834 verlor Hans XXXIX, der letzte von Werder auf Brettin durch Zwangsversteigerung sein Gut in Brettin. Er lebte als Mieter im Gutshaus Kade. (1860 in Genthin gestorben)

Gen.21.4a Oskar Heinz Hans-Henning Stolte

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