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Charlotte Margarethe Helene Müller-West


* 13.5.1889 auf Adl.GutGenslack / Kreis Wehlau / Ostpr.

+ 15.7.1978 in Baden / Baden

Geschieden von Heinrich Stolte am 6.11.1928 in Berlin

2 Kinder

Helene heiratete in 2. Ehe am15.9.1928 den Rittergutbezitzer Egon Caspar von Pirch. Aus dieser Ehe ging 1 Tochter hervor.


                                                                                                                                                                                                                                                         

Gen.20.1 Oskar Friedr. Wilh. Heinrich Stolte

Die Geschichte des Oskar Friedrich Wilhelm Heinrich Stolte mit seiner 1. Ehefrau Charlotte Margarethe Helene Müller-West und seiner 2. Ehefrau Liselotte Bork.

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Oskar Friedrich Wilhelm Heinrich Stolte

* 24.7.1884 auf dem Ordensschloß Marienburg / Westpreußen

+23.2.1962 in Berlin- Lichterfelde

-abgeschl. Jurastudium mit Staatsprüfung

-in Berlin als Anwalt gearbeitet

-später Regierungsdirektor beim Oberfinanzpräsidium in Leipzig

-weitere Daten, siehe unten


  

Verheiratet in 1. Ehe  am 14.1.1914 in Starkenberg / Ostpr. mit:

Die­se Bi­o­gra­phie wur­de von Oskar Friedrich Wilhelm Heinrich Stol­te sel­ber auf­ge­schrie­ben.

von links:

1. Ehefrau Helene, Mutter Cora Olga,Vater Oskar und Heinrich.

Geburtshaus von Heinrich Stolte und Arbeitsstätte seines Vaters Oskar Stolte als Adjudant des Großvaters Friedrich Dewitz von Woyne, der ebenfalls dort, als Kommandant der Marienburg in der westpreuß. kaiserliche Armee, dort seine Arbeitsstätte hatte.Es war der Zeit des Deutschen Kaiserreichs,weit um die Jahrhundertwende1900.

Die Wirkungsstätte von Heinrich Stolte

24.7.1884 lch werde im Ordensschloß Marienburg ,Westpr. als Sohn des Leutnants im Danziger Inf. Reg. Nr. 128 Oskar Stolte - z. Zt. Adjudant b. Bezirkskommandantur Marienburg - und seiner Ehefrau Elisabeth geb. Dewitz von Woyna geboren (6.45 Uhr vorm.)

20.9.1884 Taufe in der St. Georgskirche zu Marienburg.

Taufpaten sind: Meine Großmutter Frau Oberstleutnant Olga v. Woyna geb. v. Priesdorff, mein Onkel Premierleutnant a.D. Dr. phil. Heinrich Stolte - meine Großtante Anna v. Woyna, Hofdame der Prinzessin Friedrich Karl v. Preußen ,Frau Oberstleutnant v. Szczepanski, Sanitätsrat Dr. Thiessen.

9.4.1891 Erster Schultag. Mein Vater ist als Hauptmann und Kompaniechef in das 8. Ostpr. Inf. Reg. Nr. 45 nach Loetzen versetzt, wo ich von heute ab die Vorschule von Frl. Meyer besuche.

11.10.1892 Ich komme nach 1 1/2 jährigen Besuch der Vorschule auf das Gymnasium zu Loetzen (Septima).

1.10.1896 Ich komme auf das Gymnasium zu Lyck‚ wohin mein Vater in das dort stehende lII. Batl. des J.R. 4S versetzt worden ist (Quarta).

15.3. 1900 Bestehe am Gymnasium zu Lyck das Einjährigen-Examen (mittlere Reife)

12.4.1900 Einsegnung durch den Millitär. Standortpfarrer Dr. Aebert.

25.4.1900 Ich komme auf das Gymnasium zu Wehlau wohin mein Vater als Major bei  der Bezirkskommandantur versetzt worden ist. (Obersekunda).

16.2.1903 Bestehe am Gymnasium zu Wehlau die Abiturientenprüfung als Primus omnium (war bis in die 1930er Jahre hinein die offiiz. Bezeichnung des besten Abiturienten eines Gymnasiums).

Ostern 1903 — Herbst 1903 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität zu Königsberg und Berlin (Berlin Sommersemester 1935).

21.4.1903 Trete als Fuchs in das stud. Corps Masovia ein.

22.4.1905 Mein Vater zum Bezi rkskommando Königsberg versetzt. Nachtigallensteig 14 (Hintertragsheim 23).

22.1.1907 Bestehe vor der Prüfungskommission beim Oberlandesgericht zu Königsberg das Referendarexamen (als einziger der 5 Prüfungskandidaten).

25.1 .1907 Zum Referendar ernannt und für den 1. Ausbildungsabschnitt (9 Monate) dem Amtsgericht Wehlau überwiesen. Die weiteren Abschnitte der vierjährigen Gesamtausbildungszeit lege ich in Königsberg zurück (Landgericht — Staatsanwaltschaft — Rechtsanwaltschaflt— gr. Amtsgericht). 1.10.1907 — 30.9.1908 Einjàhrig — Freiwilliger beim 1. Ostpr. Feldart.Reg. Nr. 16 zu Königsberg

22.1.1911 Durch Patent vom heutigen Tage zum Leutnant d. Res. Beim Feldart. Reg. 16 befördert.

22.4. 1912 Mein Vater durch A. КО. (Allerhöchste Kabinettsorder) v. heutigen Tage unter Verleihung des Kgl. Kronenordens III. KI. verabschiedet. Übersiedlung meiner Eltern nach Berlin-Lichterfelde West ('I'hekIastr. 4a).

Die Bilder des Heinrich Stolte zeigen seine Stationen im Leben

Liselotte Bork





* nicht bekannt

+ ca 1965


Lehrerin in Berlin



Keine Kinder


Keine weiteren Angaben bekannt


                                                                                                                                                                                                                                                         

Film von Manfred Voigt (16 min.)

Wir besuchen die, an einer breiten Biegung des Flusses Nogat liegende, mächtigste Festung des mittelalterlichen Europas. Die größte aus Backsteinen erbaute gotische Burg der Welt. Die Burg der Burgen. Die Marienburg.Sie wurden im letzten Krieg stark zerstört. Nach Kriegsende begann man sofort mit dem Wiederaufbau. Heute ist die Marienburg, die größte touristischen Attraktion in Polen. Eine halbe Million Touristen aus aller Welt zieht es hier her.

7.3.1913 Lege vor der Justizprüfungskommission zu Berlin die große juristische Staatsprüfung ab und werde durch Patent v. 13.3.1913 mit Dienstalter vom 7.3. 1912 zum Gerichtsassessor ernannt.

1.4.1913 — 31.5.1913 Vertrete den bei den Landgerichten I — lll in Benin zugelassenen Rechtsanwalt Behrend (erstes selbstverdientes Geld).

2.8.1913 — 316.1914 Vertrete den erkrankten Syndikus Graw bei  der Ostpr. Generallandschaftsdirektion zu Königsberg (Generallandschaftdirektor Kann).

14.1.1914 Meine Hochzeit mit Helene Mueller, Tochter des Rittergutsbesitzer Friedrich Mueller und seiner Ehefrau  Johanna geb. West zu Adl. Genslack, Kreis Wehlau, Ostpr.

 10.7.1914 Einberufung zur Probedienstleistung bei der Militär-Intendantur l. AK zu Königsberg und gleichzeitige Abkommandierung zu einem Lehrgang für höhere Intendanturbeamte an der Kriegsakademie in Berlin.

2.8.1914 Mobilmachung. Abbruch des Kriegsakademie-Lehrganges, Rückfahrt nach Königsberg und Meldung beim Feldart.Reg.16. Ich werde als Adjudant beim Stabe der vom Regiment aufzustellenden Res. Mun. Kol. Abtlg. 38 des l. Reservekorps eingestellt.

2.8.1914 — 15.9.1919 Teilnahme am ersten Weltkriege: und zwar vom 2.8.- 15.9.1914 Adjudant beim Stabe d. Res. Mun. Kol. Abtlg. 36 des I.Reserve-Korps

16.9.1914 - 27.1.1915 kdrt. 2. Etappen-Intendantur d. Garde-Reserve-Korps 28.1. - 31.5.1915 Feldintendanturrat b.d. Etappen-Intendantur d. 10. Armee 1.8.15 -15.10.1919 Feldintendant der77. u. 76 Res. Div; 85. u.4. Ldw. Div.; 4., 109. и. 35. Inf. Div.

 24.10.1914 Meine Tochter Elisabeth zu Königsberg geboren.

1.1.1915 Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse.

24.2.1916 Durch Bestellung vom heutigen Tage u. m. Wirkung vom 1.12.1915 z. etatmässigen Militärintendaturassessor ernannt.


5.7.1916 Durch Allerhöchste Kabinettsorder vom heutigen Tage zum Oberleutnant d. Res. der Feldartillerie befördert.

30.7.1916 Mein Sohn Hans-Henning zu Königsberg geboren.

6.11.1918 Verleihung des Eisernen Kreuzes I. Klasse

15.10.1919 Entlassung aus dem Heeresdienst und Übernahme als Finanzamtmann in die Reichsschatzverwaltung (Abt. III des Landesfinanzamtes Stettin).

31.5.1920 Durch Bestallung vom heutigen Tage und mit Besoldungsdienstalter vom 1.12.1915 zum Regierungsrat bei der Reichsschatzverwaltung (Abt. III d. Landesflnanzamtes Stettin) ernannt.

1.4.1922 Umzug mit Familie von Königsberg / Pr., Nachtigallenstieg 13, nach Stettin, Keddingstr. 1U.

1.8.1923 Werde nach Auflösung der Reichsschatzverwaltung in die Reichssteuerverwaltung übernommen und als ständiger Vertreter des Vorstehers an das Finanzamt Stettin-Randow versetzt.

25.9.1923 Eheschließung meines Bruders Amtsgerichtsrat Oskar Stolte mit Magdalena Ilgner in Beeskow/ Mark.

23.9.1925 Durch Erlaß des Reichsm. d. Inneren nebenamtlich z. Reichskommissar für Aufruhrschaden beim  Aufruhrschädenausschuß Stettin bestellt. Beendigung dieser Tätigkeit im April 1927.

22.8.1928 Durch Urteil des Landgerichts II in Berlin vom heutigen Tage (Aktz. 7R 327/28/8) wird meine Ehe mit Helene Mueller geschieden und sie zum alleinschuldigen Teil erklärt.

8.11.1929 Meine Mutter zu Berlin-Lichterfelde nach langjährigem Leiden (Lähmungen) gestorben.

13. — 18.6. 1930 Feier des 100jährigen Stiftungsfestes des Korps Masovia zu Königsberg.

20.7.1932 Mit Wirkung vom 1.7.1932 zum Oberregierungsrat ernannt, unter Versetzung zu der Abtlg. f. Besitz- u. Verkehrssteuem des Landesfinanzamts Stettin.

2. — 10.10.1935 Werde zur Teilnahme an einer vom Wehrkreiskommando II durchgeführten Ubungsreise im Feldverpflegungsdienst mit Standquartier Kolberg einberufen.

6.2.1937 Mein Vater zu Berlin-Lichterfelde verstorben.

3. — 8. 5.1937 Zur fachwissenschaftlichen Tagung nach Wiesbaden abgeordnet mit dem Auftrage, dort vor rd. 1200 Teilnehmern des Reichsfinanzminesteriums, des Reichsfinanzhofes u. d. Landesfinanzämter einen Vortrag über die auf meine Veranlassung in Pommern durchgeführte Mitwirkung örtlicher Sachverständigenausschüsse bei der Einkommensteuer-Veranlagung zu haben.

27.7.1937 Bei der Neuschaffung von Regierungsdirektorstellen für die Reichsfinanzverwaltung war auch die Umwandlung des von mir geleiteten besonders großen Finanzamts Süd in ein Regierungsdirektoramt vorgesehen und meine dementsprechende Beförderung beabsichtigt. Infolge ungünstiger politischer Beurteilung durch die N.S.D.A.P. mußte von meiner Beförderung Abstand genommen werden. Ich wurde ganz plötzlich und überraschend ab 1.8.1937 als Vorsteher an das minder wichtige Finanzamt Stettin-Nord versetzt und mein bisheriges Amt unter gleichzeitiger Ernennung zum Regierungsdirektor dem Alt-Pg. Oberregierungsrat Radeke übertragen.

25.3.1938 Auf die von mir wegen meiner Nichtbeförderung zum Regierungsdirektor sofort erhobene Beschwerde teilt der Stellvertreter des Führers durch ein an den Oberfinanzpräsidenten Pommern gerichtetes Schreiben vom heutigen Tage mit, daß die gegen meine Person erhobenen Bedenken nicht weiter aufrechterhalten werden.

7.11.1938 Durch Vfg. d. Reichsmin. der Finanzen an das Oberfinanzpräsidium Leipzig versetzt und mit Wahrnehmung der Dienstgeschäfle des Regierungsdirektors der Abtlg. Steuern beauftragt. bei gleichzeitiger Vertretung des für unbestimmte Zeit abgeordneten Finanzpräsidenten. Dienstantritt 17.11.1938

21.12.1938 Laut Ernennungsurkunde vom heutigen Tage und mit Wirkung vom 1.12.1938 zum Regierungsdirektor ernannt.

1.4.1939 Umzug von Stettin nach Leipzig, Kaiserin Augustastraße 31 ‚II.

8.8.1939 Eheschließung meiner Tochter Elisabeth mit dem Oberfeldmeister im Reichsabeiterdienst Karl Kranz in Worms / Rhein.

28.8.1939 1. Tag der (stillen) Mobilmachung und Abfahrt nach Stettin. Ich bin Chef der Abrechnungsintendantur des II. Armeekorps in Stettin bestimmt worden und habe dort diese neue Behörde einzurichten und beschleunigt in Gang zu bringen.


2.10.1939 Werde durch Vfg. des Oberbefehlshabers des Heeres vom heutigen Tage als lntendanturrat d. Ldw.‚ unter Verleihung des “Ranges wie ein Major‘, bei der Wehrmacht d.(Неег) mit einem Rangdienstalter vom 1.4.1938 angestellt.

21.3.1940 Werde durch Vfg. des Oberbefehlshabers des Heeres vom heutigen Tage als Oberintendanturrat d. Ldw. befördert.

27.1.1941 Mein Enkel Peter Kranz zu Gotenhafen (Gedingen) geboren.

30.1.1941 Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes Il. Kl. m. Schwertern.

24.12.1942 Werde durch Vfg. des Oberbefehlshabers des Heeres vom heutigen Tage mit Wirkung vom 15.12.1942 zum Oberstintendant d. Res. befördert.

2.11.1943 Mein Enkel Ulrich Kranz zu Büdingen l Oberhessen geboren.

30.1.1944 Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes I. KI. m. Schwertern (mit Handschreiben des Stellvertretenen  Kommandierenden Generals des II. Armeekorps und Befehlshabers im Wehrkreis II, (General der Inf. Krenitz).

31.1.1944 Im Zuge der Verwaltungsvereinfachung zwecks Freimachung von Krallen für den Fronteisatz werden ab heute sämtliche Abrechnungsintendanturen aufgelöst. Ihre Aufgaben gehen  in stark vermindertem Umfang auf die Wehrkreisverwaltungen über.

10.4.1944 Scheide nach Erledigung der Abwicklungsarbeiten aus dem aktiven Wehrdienst aus und trete zur Reichsfinanzverwaltung zurück.

13.5.1944 Da infolge Auflösung mehrerer Oberflnanzpräsidenten — darunter Leipzig — z. Zt. weder meine Einweisung in eine planmäßige Regierungsdirektorenstelle noch die mir zugesagte Beförderung zum Finanzpräsidenten möglich ist, werde ich durch Vfg. des Reichsm d. Fin. vom heutigen Tage bis zur Entscheidung über meine endgültige Verwendung mit Wahrnehmung der Vorstehergeschafle des Finanzamts Leipzig-Richterstraße beauftragt.

18.4.1945 Nach nur unbedeutender Gegenwehr durch SS, Polizei und Volkssturrm rücken amerikanische Truppen in Leipzig ein. Einsetzung der amerikanischen Militärregierung in der Stadt und dem von den Amerikanern besetzten Teil d. Landes Sachsen.

8.5.1945 Deutschland erklärt seine bedingungslose Kapitulation. Übergang der obersten Gewalt in Deutschland auf die Regierungen Amerikas, Rußlands, Englands und Frankreichs, als deren Zentralorgan ein alliierter Kontrollrat in Berlin eingesetzt wird. Aufteilung des Reichsgebiets in 4 Besatzungszonen.

2.7.1945 Ablösung der amerikanischen Besetzung Sachsens durch die Russen und Einzug der Sowjettruppen in Leipzig, zu dessen Militar-Kommandant der russ. Generalmajor Trufanow ernannt wird.



  

22.6.1946 Eheschließung meines Sohnes Hans-Henning Stolte mit Annagrethe Gisela v. Werder, Tochter d. Rittergutbesitzers Hans  Klaus v. Werder auf Sagisdorf bei Halle / Saale. u. seiner Gattin llse geb. v. Diringshofen.

6.4.1947 Mein Enkel  Joachim Kranz zu Büdingen I Oberhessen geboren.

22.7.1947 Mein Enkel Hans-Joachim Heinrich Stolte zu Büdingen! Oberhessen geboren.

24.6.1948 Durch eine mit dem heutigen Tage f. d. Ostzone in Kraft getretene, als Währungsreform bezeichnete Enteignung d. Kapitalvermögens erfolgt eine Abwertung der bei Kreditanstalten bestehenden Spareinlagen auf 1/10 ihres Betrages sowie ein Umtausch des umlaufenden Bargeldes .... ..

Anmerkung: Hier enden die Aufzeichnungen des Oskar Friedrich Wilhelm Heinrich Stolte, der am 23.2. 1962 in Berlin-Tegei mit 77 Jahren verstarb. Es ist anzunehmen, dass die folgenden Seiten seiner pers. Aufzeichnungen verloren gegangen sind. Heinrich Stolte lebte nach seiner Leipziger Zeit mit seiner 2. Ehefrau Liselotte Charlotte, geb. Bork in West-Berlin, Zähringer Straße 24a und wurde dort pensioniert.

Es sollte noch erwäht werden, dass Heinrich Stolte weder im 1. noch im 2. Weltkrieg seine Waffe nicht auf Menschen richten musste. Dies brachte ihm Gott sei Dank seinen Einsatzt in den verschiedenen Intendanturen mit. Die Intendantur war eine militärische Verwaltungsbehörde, die die Truppe in allen materiellen Bedürfnissen (außer Waffen und Munition) zu versorgen hatte. Das heißt, er war "nur" in der Verwaltung tätig, trotz ständiger Beobachtung der N.S.D.A.P. Das schloß aber nicht aus, dass Beförderungen und Auszeichnungen, wie überall in der Wehrmacht, eine große Bedeutung hatten.

Siehe auch Intendantur der Wehrmacht

Weiter unten haben wir einige Dokumente und Auszeichnungen von Heinrich Stolte eingestellt.

9.7.1945 Erste Tagung der mit dem Sitz in Dresden neugebildeten Landesverwaltung  Sachsen, der auch die an der Stelle des bisherigen Oberfinanzpräsidiums Dresden tretende "Landesfinanzdirektion Sachsen“ unterstellt ist.

17.8.1945 Laut Verordnung der Landesverwaltung Sachsen hat die Bildung eines völlig neuen demokratischen Verwaltungsapparates zu erfolgen. Aus der Zugehörigkeit zur früheren Verwaltung kann weder ein Anspruch auf Wiederverwendung noch sonst irgendein Anspruch geltend gemacht werden. Ehemalige Mitglieder der N.S.D.A.P. usw. dürfen in den neuen Verwaltungsapparat nur übernommen werden, wenn sie eine gegen den Nazismus oder den Krieg gerichtete antifaschistische Tätigkeitnachweisen.

11.9.1945 Durch einen "Prüfungsausschuß f. d. Leipziger Finanzbehörden bestehend aus 3 Mitgliedern des unter kommunistischer Führung stehenden sog. Leipziger Antifaschistenblocks, werden die Vorsteher sämtlicher sieben Finanzämter der Stadt Leipzig ihres Amtes enthoben und die Weiterzahlung  jeglicher Bezüge an sie ab 1.10.1945 gesperrt. Die Landesverwaltung Sachsen erklärt auf unseren an sie gerichteten Einspruch diese Amtsenthebung zunächst zwar für ungesetzlich. bestätigt sie unter Berufung auf die vorerwähnte Personalverordnung v. 17.8.1945 dann aber durch nachträgliche Verfügung v. 12.12.1945.

1.10.1945 Da ich infolge meiner Amtsenthebung ab heute weder Gehalt noch Pension erhalte und infolge der allgemeinen Beschlagnahme des in Wertpapieren angelegten Vermögens sowie Sperrung der bis zum 7.5.1945 bei Banken und Sparkassen angesammelten Barguthabens keinerlei Zinsen bekomme, bin ich bis auf weiteres ohne jegliches Einkommen. Ich muß meinen Lebensunterhalt durch Abvermieten d. größten Teiles d. Wohnung, durch Verkaufe entbehrlicher Möbel  pp. Und zurückgreifen auf einen kleinen Geldbestand fristen, den ich vor der Besetzung Leipzigs noch rechtzeitig von der Bank abheben konnte.

  

von links:

Heinrich,

Bruder Oskar

  

Eintritt in den Corps Mosavia, Königsberg

Verheiratet am 1.7.1930 in 2. Ehe  mit:

Vater Oskar und Sohn Heinrich.

Heinrich (rechts) mit Kamaraden vor dem Pferdestall

Ehefrau 1 Helene 1928

Ehefrau 2 Liselotte 1930

Geburtstagsfeier 1933 von Vater Oskar. Von Links: Schwägerin....,Vater Oskar, Heinrich, Ehefrau 2 Liselotte, Bruder Oskar.

Am 9.7.1940, die Rückkehr von Teilen der 2. Infanterie-Division Stettin nach erfolgreichem West-Feldzug unter Spalier der in Stettin stationierten Offiziere und der Bevölkerung (Pfeil Heinrich Stolte). Im rechten Bild sehen wir August von Mackensen, Heerführer im Ersten Weltkrieg, in seiner Traditionsuniform.

Seite1

Gen.19 Christoph

Wilh. Karl Oskar Stolte

und das Gut Genslack

 und d. Familie Kranz

Die 2 Kinder aus 1. Ehe

 Urkunden u. Dokumente

des Heinrich Stolte

Familie Müller-West

 Stammb.  Heinr. Stolte

Gen.20 graph. Übersich d.

  

Familie von Pirch,

2. Ehe von

Charlotte Müeller-West und das Gut Überbrück

 Urkunden u. Dokumente

des Heinrich Stolte

Alle Abbildungen werden durch Anklicken vergrößert

Henrich Stolte im Herbst 1943 im Reservekurlazarett Bad Landeck

Liselotte Bork und Heinrich

Heinrich, 1940 in seinem Stettiner Büro

Seite4

Seite3

Seite2

Seite5

Seite6

Gen.21 Friedr. Oskar

Heinz Hans-Henning Stolte

Hier sehen wir seine bis heute verbliebenen Dokumente und Urkunden.

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